Die Ernteregionen unserer Kaffeespezialitäten

Die Frankfurter Kaffeerösterei bezieht ihren Rohkaffee aus den verschiedensten Regionen der Erde und handelt mit einer ausgesuchten kleinen Anzahl von Kooperativen, meist Direct Trade und z.T. Bio-zertifiziert.

In den Blends wird Rohkaffee aus den Anbaugebieten rund um den sog. Kaffeegürtel, der Region um den Äquator, die beste Wachstumsbedingungen für die Kaffeepflanze bietet, bezogen. So z. B. aus Brasilien (Guaxupé), Columbien (La Claudina), Nicaragua (Flores del Cafe), Costa Rica (El Rosario), ostafrikanischen Burundi (Kaymura). Gerade unsere südamerikanischen Rohkaffees, allen voran die Sorten aus Brasilien, eignen sich hervorragend für unseren dunkleren, stärkeren Kaffee- und Espressoröstungen.

Die Hochlandkaffees, v. a. unsere äthiopischen Arabica-Sorten, wachsen teilweise in Höhen ab 1500 (m.ü.M), wo sie aufgrund klimatischer Bedingungen mehr Zeit zum Reifen und somit mehr komplexe und intensivere Aromastrukturen entwickeln. Beliebt sind daher die ostafrikanischen Kaffees da sie besonders durch ihren kalium-, magnesium und phosphorhaltigem, nährstoffreichen Boden die v. a. fruchtige, blumige und süße Aromen entwickeln.

Finca La Nubes, El Salvador

Die märchenhaft klingende Farm „Finca La Nubes“ (Farm in den Wolken) verdankt ihren Namen ihrer nicht minder märchenhaften Lage: An den Hängen des imposanten Vulkans in Salvador, dem Quetzaltepec, in knapp 2000m Höhe (über dem Meeresspiegel) wachsen, im Schutz von Schatten spendenden ausgewachsenen Bäumen die Kaffeepflanzen und profitieren von der phosphor- und kaliumhaltigen Vulkanerde. Eruptionen (letzte in 2006) fördern mit ihrer Asche den Mineralgehalt des Nährbodens.
Erfrischende Winde, reichliche Regenfälle und ausgiebiger Sonnenschein sind hervorragende Bedingungen für heranreifende Kaffeebeeren, die diesen Kaffee aus Mittelamerika so einzigartig macht.

Kurzprofil
Herkunft: San Salvador, El Salvador
Farm: Finca Las Nubes
Höhe: 1200-1600 (m ü. M)
Boden: Ton, Sand, vulkanisch
Erntezeit: Januar-April
Verarbeitung: gewaschen, von Hand gepflückt, sonnengetrocknet
Zertifizierungen: Direct Trade

Yirgacheffe, Äthiopien

Äthiopien gilt als zentrales Herkunftsland der Arabica Bohne. Die Coffea Arabica ist dort als wildwachsende Pflanze seit tausenden von Jahren angesiedelt und v.a. mit den Regionen Kaffa und Buno, namentlich fest verbunden. Der Legende nach wurde sie von einem Hirten im 9. Jahrhundert als energiespendende Beere entdeckt, nachdem seine Schafe nach dem Konsum der Beeren sich sehr hyperaktiv verhielten. Nach mehreren Selbstversuchen traf er schließlich auf einen Mönch, der die Beeren schließlich röstete, aufbrühte und das heiße Getränk schließlich mit den anderen Mönchen teilte. Infolgedessen konnten die Mönche während der nächtlichen Gebete länger wach bleiben und gilt seit jeher als wohlschmeckender Stimulant.

Der gewaschene Yirgacheffe ist einer der hochwertigsten Hochland-Kaffees. Er besticht durch seine feine Säure, ausgeprägtem Körper und Aromen. Viele Kaffeeliebhaber schätzen ihn wegen seiner erlesenen, floral-fruchtigen (Jasminblüten, Zitrusfrüchte) Charakteristika.

Kurzprofil
Herkunft: Äthiopien, Yirgacheffe
Höhe: 1500-2,300 (m ü. M)
Boden: rot-braun, hoher Tonanteil
Erntezeit: Oktober-Februar und April-Juni
Verarbeitung: gewaschen, sonnengetrocknet
Zertifizierungen: Direct Trade

Harar, Äthiopien

Die Kaffeeregion Harar (oder Harrar) liegt im östlichen Hochland Äthiopiens. Auch wenn ihr meist  trockenes und heißes Wüstenklima harsche Bedingungen für jegliche Lebensart bedeutet, fasziniert der Harar mit seinem einzigartigen, komplexen Aroma. Tatsächlich gehört dieser teilweise wildwachsende Kaffee zu den ältesten Sorten weltweit. Die Kaffeekirschen werden gepflückt und anschließend auf speziellen Matten ausgelegt wo sie zum einen in der Sonne trocknen können und zum anderen die Bohne noch aureichend Zeit hat die Süße der Kaffee-Kirschen aufzunehmen. Der Harar glänzt oftmals durch seine fruchtige Säure, starkem Körper und sein Aroma erinnert intensiv nach Blaubeeren, Gewürzen, Kakao und roten Früchten.

Kurzprofil
Herkunft: Äthiopien, Harar
Höhe: 2000-2,700 (m ü. M)
Boden: rot-braun, hoher Tonanteil, reich an vulkanischer Asche
Erntezeit: September-Januar und Mai-Juli
Verarbeitung: von Hand gepflückt, gewaschen, sonnengetrocknet
Zertifizierungen: Direct Trade

Bonga, Äthiopien

Wie der Name bereits verrät, stammt der Kaffee aus dem Bonga Regenwald, im südwestlichen Teil des äthiopischen Hochlandes, in knapp 3000m Höhe (über dem Meeresspiegel). Lange Regenzeiten und eine hohe Luftfeuchtigkeit und ein tonreicher Boden mit hoher Wasserspeicherkapazität sind Merkmale eines sehr fruchtbaren und mineralhaltigen Bodens – wie geschaffen für die Entwicklung ausgeprägter Aroma und Säurestrukturen.Die für den Kaffee verwendeten, ausschließlich reifen Bohnen werden von den Kleinbauern der Kaffa Farmer’s Union einzeln per Hand gepflückt und garantieren dadurch eine erstklassige Qualität des Rohkaffees.

Seit 2006 wird der Wildkaffee aus Kaffee vom Institut für Marktökologie (IMO) in der Schweiz sowohl als fair gehandelter Rohkaffee nach den Richtlinien von FLO-CERT als auch als Bio-Produkt (Wild-Sammlung) zertifiziert.

Kurzprofil
Herkunft: Bonga Rainforest, Kaffa Bezirk
Cooperative: Kaffa Farmer’s Union
Höhe: 1500-3300 (m ü. M)
Boden: rot-braun, hoher Tonanteil, feucht
Erntezeit: Oktober-Januar
Verarbeitung: Wildwuchs, von Hand gepflückt, sonnengetrocknet
Zertifizierungen: Bio zertifiziert (DE-ÖKO-005)

Limu, Äthiopien

Unser Limu Kaffee wächst wild im Hochland von Südost-Äthiopien, wo er in angenehmen konstanten Temperaturen (tagsüber 20-25 °C, nachts 15-18°C), mit angenehmer Ventilation, gedeiht. Die die Kaffeepflanzen umgebende Flora, aus u.a. Akazienbäumen und Wachholdersträuchern, schützt die Kaffeepflanze vor praller Sonneneinstrahlung und bereichert zugleich den Boden mit einem komplexen fruchtbaren Ökosystem.
Die ausschließlich von Hand gepflückten, mit Flusswasser gewaschenen Beeren, werden auf Beeten und Matten zum Trocknen in der Sonne ausgelegt, wo sie anschließend per Hand nochmals verlesen werden. Diese Entwicklung und den traditionellen, aufwendigen Arbeitsprozess schmeckt man in jeder Tasse des Limu Kaffees: Blumige Aromen, mit sanften Nuancen nach Gräsern, Thymian und Oregano, mit feiner Säure und außergewöhnlichen Cremigkeit machen den Limu zum absoluten Lieblingskaffee unter Kennern.

Kurzprofil
Herkunft: Äthiopien, Limu
Cooperative: Kaffa Farmer’s Union
Höhe: 1500-2000 (m ü. M)
Boden: rot-braun-lehmig, vulkanisch
Erntezeit: Juli-Dezember
Verarbeitung: Wildwuchs, von Hand gepflückt, gewaschen, sonnengetrocknet
Zertifizierungen: Direct Trade